Ich bin kürzlich über den Begriff „Millennial Career Crisis“ gestolpert – dieses Gefühl vieler Ende-30- bis Mitte-40-Jähriger, sich an alle Regeln gehalten zu haben und trotzdem mit einem diffusen „Ist das wirklich alles?“ dazustehen. Ich musste dabei sofort an so viele Gespräche denken, die ich in meiner Arbeit führe. Hier drei Gedanken, die ich daraus mitnehme.
1. Es ist kein persönliches Versagen
Der Reflex ist schnell da: Wenn ich unzufrieden bin, obwohl mein Lebenslauf gut aussieht, muss ich doch etwas falsch gemacht haben. Aber genau diese Vermischung von äußeren Umständen und persönlichem Versagen ist die eigentliche Falle. Viele haben sich exakt an die Spielregeln gehalten, die ihnen mitgegeben wurden – nur haben sich die Bedingungen unter ihren Füßen verändert. Das zu erkennen, nimmt schon einen Teil des Drucks raus.
2. Die alte Frage führt nicht mehr weiter
Lange haben wir uns vor allem gefragt: Wie werde ich erfolgreich? Das war die Leitfrage einer ganzen Generation. Für mich liegt der eigentliche Perspektivwechsel darin, diese Frage zu ersetzen: Welches Leben will ich eigentlich führen – und welchen Platz soll Arbeit darin haben? Das ist ein kleiner Satz mit großer Wirkung, denn er verschiebt den Maßstab von außen (Karrierestufen, Gehalt, Status) nach innen (Werte, Energie, Sinn).
3. Selbstreflexion löst nicht alles – aber sie verändert etwas
Hohe Mieten, stagnierende Gehälter, ein wackeliger Arbeitsmarkt: All das verschwindet nicht durch eine gute Frage an sich selbst. Das will ich gar nicht kleinreden. Aber die Frage verändert, wie handlungsfähig wir uns innerhalb dieser Realität fühlen. Und genau dieser Wechsel der Perspektive ist für mich oft der erste Schritt heraus aus dem Gefühl von Ohnmacht.
Wenn dich das gerade selbst beschäftigt: Du bist nicht allein damit, und du bist nicht gescheitert. Wenn du magst, schauen wir uns gemeinsam an, wie dein eigenes Bild von Erfolg aussehen könnte.
Lust auf einen ersten Schritt? Hier kannst du ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren, um herauszufinden, ob wir gemeinsam arbeiten wollen.
Perspektivwandlerin | Systemisches Coaching & Familienaufstellung | Magdeburg | Juliane Vopel